Wundheilung
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Wundheilung

Wundheilung

Wundheilung - Chronische Wunde

Jede Verletzung der Haut löst sofort den körpereigenen Wundheilungsprozess aus. So wird normalerweise die natürliche Schutz- und Barrierefunktion der Haut in kurzer Zeit wieder hergestellt.
Der Prozess der Wundheilung lässt sich in verschiedene Phasen einteilen, die zeitlich ineinander übergehen und aufeinander aufbauen:

Reinigungs-/Entzündungsphase - Tag 1 bis 4

  • die Blutgerinnung wird aktiviert
  • Makrophagen und Granulozyten wandern ein und beginnen die Wunde zu reinigen und eingedrungene Bakterien zu bekämpfen
  • charakteristische Merkmale sind Rötungen und Schwellungen der Wunde

Granulationsphase - Tag 3 bis 12

  • Fibroblasten wandern in die Wunde ein
  • Collagen, Elastin und andere Komponenten der extrazellulären Matrix werden von den Fibroblasten sezerniert und bilden ein provisorisches Bindegewebe
  • es findet eine Vaskularisierung des neugebildeten Gewebes statt
  • die Schwellung verschwindet, die Rötung lässt nach

Regenerationsphase - Tag 6 bis zu mehrere Wochen oder Monate

  • Keratinozyten wandern in den Defekt ein und beginnen ihn zu schließen, es kommt zum Wundschluss, zur Epithelisation - dies geschieht zwischen Tag 6 und Tag 22
  • die extrazelluäre Matrix wird von den Zellen reorganisiert, dieser Umbauvorgang im Bindegewebe findet über einen längeren Zeitraum statt - die Narbenreifung dauert mehrere Wochen bis hin zu Monaten und Jahren
Wundheilungsphasen
Phasen der Wundheilung

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Die Elastase spielt eine Schlüsselrolle in der Wundheilung

Ein wesentlicher Vorgang in der ersten Phase der Wundheilung ist die enzymatische Reinigung der Wunde. Abgestorbenes Gewebe wird zusammen mit Elastin und Collagen abgebaut.

Die Schlüsselrolle in dieser Phase spielen die destruktiven Enzyme Elastase und Matrix-Metalloproteinasen (MMPs). Einige MMPs werden durch die Elastase aktiviert.

Im normalen Wundheilungsverlauf werden die destruktiven Enzyme nach Abschluss der Reinigungsphase durch einen komplexen Regelmechanismus wieder deaktiviert.

Die chronische Wunde ist in der Entzündungsphase gefangen.

Kommt es im Verlauf der Wundheilung zu einer Störung im Zusammenspiel der Enzyme, speziell bei der Deaktivierung der MMPs, gerät die Wunde aus dem Gleichgewicht. In der Folge kommt es zu einer Verzögerung oder gar zum Ausbleiben der Wundheilung - eine chronische Wunde manifestiert sich.
Ursachen solcher Störungen können vielfältiger Natur sein. Häufig sind Erkrankungen wie Diabetes, Venenleiden oder Zinkmangel ursächlich beteiligt.

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