MATRIDERM®
MATRIDERM® - Weil Verletzungen unter die Haut gehen
Grundsätzlich stehen dem Chirurgen hierfür zwei Möglichkeiten zur Verfügung:
- Vollhaut-Transplantation oder
- Spalthaut-Transplantation (→siehe Box unten)
Beide Verfahren haben Ihre Anwendungsbereiche, aber auch Grenzen.
MATRIDERM® wurde nach dem Vorbild der Dermis als dreidimensionale Matrix aus Collagen und Elastin entwickelt.
MATRIDERM® dient nach Transplantation körpereigenen Zellen zur Besiedlung und bietet somit das Grundgerüst für die geordnete Neubildung der Dermis. Um alle Elemente der normalen Haut rekonstruieren zu können, wird die Matrix mit dünner Spalthaut gedeckt.
Rechte Hand: Die mit Spalthaut und MATRIDERM® behandelte Hand 1 Jahr nach schwerster Brandverletzung (III° verbrannter Handrücken) Linke Hand: Die unverletzte Hand zum Vergleich. (Kamolz, Haslik u. Frey; Plast. Chir. 2007)
- gleichzeitiger Einsatz von MATRIDERM® und Spalthaut-Transplantation in nur einem Eingriff möglich
- die rekonstruierte Haut ist elastischer als nach alleiniger Spalthaut-Transplantation
- vollständige Integration von MATRIDERM® in die körpereigenen dermalen Strukturen. Bereitstellung der zwei wichtigsten Strukturproteine der Haut - Collagen und Elastin
- sichtbar geringere Narbenbildung durch geordnete Wundheilung
Wo haben herkömmliche Hauttransplantate Ihre Grenzen?
Das Vollhaut-Transplantat (bestehend aus Epidermis und Dermis):
da die Hautentnahmestelle direkt zu verschließen ist und so eine begrenzte Verfügbarkeit von Vollhauttransplantaten besteht. Daher kommen bei größeren Hautdefekten häufig nur Spalthaut-Transplantationen in Frage.
Mit einem Dermatom, einer Art "Hauthobel", wird eine dünne Schicht der Haut als Transplantat entnommen. Die Spalthautentnahmestelle entspricht von der Wunde her einer Schürfwunde und heilt in der Regel problemlos ab. Mit Spalthauttransplantaten können auch größere Areale gedeckt werden, v.a. dann, wenn sie vor der Deckung gemesht wird (Gittertransplantat). |

